Essen ist ein natürliches Bedürfnis. Kochen hingegen ist eine kulturelle Entscheidung. Dies ist eine der grundlegendsten Ideen des Lebensmittelhistorikers Massimo Montanari : Nahrung ist nicht einfach das, was die Natur bietet, sondern das, was der Mensch durch Wissen, Technik und Tradition umgestaltet. Jede Kultur entscheidet selbst, was gegessen wird, wie es zubereitet wird, wann es geteilt wird und mit wem. Daher ist Kochen nicht nur eine alltägliche Tätigkeit, sondern einer der authentischsten Ausdrucksformen der Identität eines Volkes.
Eine vom Baum gepflückte Frucht gehört zur Natur. Ein geknetetes, gebackenes und geteiltes Brot gehört zur Kultur. Zwischen diesen beiden Handlungen liegt das Werk des Menschen: die Auswahl der Zutaten, das Wissen um die Techniken, die Beherrschung des Feuers und der Wunsch, aus einem Bedürfnis ein Erlebnis zu machen. Laut Montanari ist es genau diese Transformation, die Essen zu einem kulturellen Phänomen macht.
Feuer dient nicht nur zum Kochen. Es ermöglicht uns, Texturen zu verändern, Aromen zu entwickeln, Lebensmittel haltbar zu machen und neue Geschmacksrichtungen zu kreieren. Vor allem aber bringt es Menschen zusammen. Seit Jahrtausenden ist die Feuerstelle der Ort im Haus, an dem gekocht, Geschichten erzählt und Beziehungen geknüpft werden. Auch heute noch hat die Außenküche diese Bedeutung bewahrt: Essen wird zur Gelegenheit für Begegnung, Dialog und Geselligkeit.
Die italienische Gastronomietradition entwickelte sich nicht nach einem einheitlichen Modell. Jede Region entwickelte ihre eigene Küche, indem sie die verfügbaren Rohstoffe nutzte, die Kochtechniken an die Umgebung anpasste und die regionalen Besonderheiten präsentierte. Stein, Holz, Kohle, Öfen, Kamine und Feuerstellen begleiteten diese Entwicklung über Jahrhunderte. Genau diese Verbindung zwischen Land, Materialien und Küche macht die italienische Gastronomie so reichhaltig und weltweit bekannt.
Vor der Erfindung von Stahl und modernen Kochflächen nutzten die Menschen natürliche Materialien, die Wärme speichern und verteilen konnten. Stein spielte dabei eine zentrale Rolle. Auf erhitzten Steinen konnten Brot, Fleisch, Fisch und Gemüse langsam gegart werden, da die Hitze gleichmäßig und kontinuierlich abgegeben wurde. Auch heute noch zählt Stein dank seiner Fähigkeit, Energie zu speichern und gleichmäßig wieder abzugeben, zu den faszinierendsten Materialien zum Kochen.
Foku entstand aus dem Wunsch heraus, diese Kochkultur wieder in den Vordergrund zu rücken. Ätna-Lavastein ist mehr als nur ein robustes Material: Er speichert und verteilt Hitze auf natürliche Weise und ermöglicht so ein Kochen, das die Aromen der Zutaten hervorhebt und die Zubereitungszeiten respektiert. Deshalb bietet Foku nicht nur ein Kochsystem. Es bietet die Möglichkeit, Feuer, Natur und Geselligkeit durch eine zutiefst italienische und mediterrane Sensibilität zu erleben. Denn Kochen bedeutet, den Körper zu nähren. Gemeinsames Essen hingegen bedeutet, Kultur zu schaffen.
Quellen:
Massimo Montanari, Hunger und Überfluss: Eine Geschichte der Ernährung in Europa , Laterza Publishers.
Massimo Montanari, Essen als Kultur , Laterza Publishers.
